Paletten aus Wellpappe – eine attraktive Alternative zu Holz oder Plastik

Veröffentlicht am: 08.05.2013

PalletKraft heißt das Unternehmen, das seit März 2012 seinen Sitz in London hat und von dort aus daran geht, den europäischen Markt von den Vorzügen der Paletten aus Wellpappe zu überzeugen. Das Unternehmen hat vor kurzem die erste Produktionsanlage in der europäischen Kulturhaupstadt 2012, Maribor/Slowenien, installiert und beginnt jetzt nach der Installations- und Testphase die Vollproduktion.

 

Die Herstellung der Paletten erfolgt in einer eigens konstruierten Anlage, in der zwei Wellpappeplatten – und das ist weltweit einmalig – nach einem definierten System gefaltet und mit Kalt- und Heißleim verklebt werden. Die Art der eingesetzten Wellpappe richtet sich in der Regel nach den Bedingungen, die der fertigen Palette auferlegt werden. Bei PalletKraft meint man, dass neben den Standardmaßen für die Europaletten es jederzeit möglich sei, individuelle Formate für Kunden zu entwickeln. Die Anlage selbst schafft in der halbautomatischen Lösung etwa 900 Paletten pro Stunde, in der vollautomatischen Variante etwa 1.800 Paletten pro Stunde. Auf Wunsch können die Paletten auch mit RFID-Tags versehen bzw. auch individuell bedruckt werden. Die PalletKraft Palette ist für den einmaligen Einsatz in der Transport- oder Logistikkette ausgelegt. Sie kann je nach Ausführung zwischen 3 und 5,5 Kilogramm wiegen und kann Gewichte bis 1.600 Kilogramm bei Transporten aushalten. Bei statischer Lagerung sogar bis zu 2.500 Kilogramm.

 

Vorteile überwiegen

Die mit Wellpappe hergestellten Paletten vereinen einige Vorteile, die für Markenartikler, Industrieunternehmen, Automotive und viele andere Bereiche, wo Paletten benötigt werden, mehr als interessant sind. Hersteller wie Gorenje etwa setzten bei Transport von Kochöfen oder Backrohren schon auf die Kraft der ‚grünen‘ Palette.

Und die Zeit, sich Gedanken über den Einsatz von Wellpappepaletten zu machen, dürfte wohl besser nicht sein. Warum? Die Paletten ermöglichen eine vollkommen neue Verpackungs- und Transportalternative im Vergleich zu herkömmlichen Holz- oder Kunststoffpaletten. Bei PalletKraft hat man einige Argumente zusammengetragen, die für den Einsatz der leichtgewichtigen Transporthelfer sprechen.

Das Gewicht der Palette selbst ist schon ein wichtiger Punkt. Sie wiegt im Vergleich zu einer Holzpalette um rund 15 Kilogramm weniger, was sich bei einem vollbeladenen Lkw mit rund 33 Platten auf ein Jahr hochgerechnet beträchtlich auswirkt. Denn eine Minimierung des Palettengewichts wirkt sich direkt auf die Transportkosten aus bzw. lässt mehr Gewicht an Ladung zu.

 

Umweltanspruch gegeben

Die Umwelt ist das nächste gewichtige Argument. Zum einen werden die Paletten aus recycelten Wellpappepapieren hergestellt und können nach Gebrauch wieder direkt dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Die Kosten für das „in den Recyclinprozess bringen“ sind hier auch wesentlich günstiger als im Vergleich zu Holzpaletten. Zudem erlauben die Paletten ein optimiertes Palettendesign, und ein weiteres wichtiges Argument ist deren Verhalten beim Transport. Wellpappepaletten absorbieren wesentlich besser beim Transport auftretende Vibrationen und verhindern so etwaige Beschädigungen.

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Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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