Eine Milliarde Euro Umsatz und 29,7 Millionen Vorsteuergewinn

Veröffentlicht am: 30.03.2016

KBA hat seine Konzernzahlen für das Jahr 2015 vorgelegt. Diese unterstreichen nach Angaben des Unternehmens den erfolgreichen Konzernumbau in den letzten beiden Jahren. Mit 1.025,1 Millionen Euro erreichte der Konzernumsatz den prognostizierten Wert von über einer Milliarde Euro. Der Rückgang gegenüber 2014 von damals 1,1 Milliarden Euro resultiert aus dem Wertpapiergeschäft und den durch die Neuausrichtung erwarteten geringeren Erlösen im Segment Digital & Web.

 

CEO Claus Bolza-Schünemann meinte dazu: „Dem strategischen Ziel, die Umsätze in den Wachstumsmärkten Verpackungs- und Digitaldruck zu steigern und dadurch die Abhängigkeit vom zyklischen Sicherheits- und medienorientierten Publikationsdruck zu reduzieren, sind wir ein gutes Stück näher gekommen. Bei Neumaschinen liegt der Verpackungsanteil inzwischen bei zirka 70 Prozent, gefolgt vom Sicherheitsdruck mit etwa 20 Prozent. Der Anteil mediennaher Bereiche beträgt nur noch rund 10 Prozent.“

Mit einem Plus von 23,6 Prozent auf 1.182,7 Millionen Euro legte der Auftragseingang im Konzern gegenüber 2014 (956,9 Millionen Euro) im Berichtsjahr stark zu. Durch die in allen Segmenten prozentual zweistellig gestiegenen Neubestellungen war der Auftragsbestand zum Jahresende mit 574,9 Millionen Euro um 157,6 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Dies sichert eine gute Auslastung bis zur drupa. Die Restrukturierung der Produktion und des Segments Digital & Web führten zu Kosteneinsparungen, die 2016 noch deutlicher wirken sollen. Trotz Tariflohnsteigerungen und Mehrkosten zur Abfederung der Auslastungsspitzen erhöhte sich das EBIT deutlich auf 35,9 Millionen Euro gegenüber 13,3 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) lag mit 65,0 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 41,9 Millionen Euro.

Beim Konzernergebnis vor Steuern von 29,7 Millionen Euro (2014: 5,5 Millionen Euro) lag die Umsatzrendite mit 2,9 Prozent über der prognostizierten EBT-Marge von bis zu 2 Prozent. Entgegen vorheriger Bedenken wurde bei Sheetfed im Schlussquartal ein hoher Umsatz ohne größere Mehrkosten und ein damit über den Erwartungen liegendes Segmentergebnis realisiert. Das Zinsergebnis war mit -6,2 Millionen Euro ebenfalls besser als im Vorjahr (-7,8 Millionen Euro). Nach Steuern wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Konzernergebnis von 26,9 Millionen Euro (2014: 0,3 Millionen Euro) ausgewiesen. Entsprechend hat sich das anteilige Ergebnis je Aktie von 0,03 Euro auf 1,62 Euro verbessert. Angesichts des bei der Holding Koenig & Bauer AG noch nicht durch Jahresüberschüsse kompensierten Bilanzverlustes wird für 2015 keine Dividendenausschüttung vorgeschlagen.

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Zukunftsträchtige Geschäftsmodelle sind gefragt

Es braucht robuste Geschäftsmodelle für die digitale Transformation. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die  Syngroup gemeinsam mit Evolaris und Salzburg Research im Auftrag des bmvit durchgeführt hat. Die schmerzliche Erkenntnis: die österreichischen Industrieunternehmen haben ihre Geschäftsmodelle noch nicht auf die radikalen Veränderungen durch das Internet der Dinge umgestellt.

Anzeige

Umfrage

Das Thema Industrie 4.0 ist in aller Munde. Ihrer Meinung nach handelt es sich dabei um...

den aktuellen Industriestandard
einen übertriebenen Hype
ferne Zukunftsmusik
einen fahrenden Zug, auf den es rechtzeitig aufzuspringen gilt