Leonhard Kurz: Neuer DM-Liner UV Ink für digitale Metallisierung

Veröffentlicht am: 25.05.2016

Der Entwickler des Metalltransferverfahrens Digital Metal, Leonhard Kurz, präsentiert auf der drupa 2016 seine neue Transfereinheit DM-Liner UV Ink. Die neue Maschine überträgt im Inkjet-Verfahren Digital Metal-Folie auf Papier- und Kunststoffsubstrate. Die Digital Metal-Dekoration kann sowohl vor als auch nach einem digitalen oder Offset-Farbdruck erfolgen. Dadurch bietet die Transferstation spezielle Gestaltungsmöglichkeiten und eröffnet Druckdienstleistern neue Geschäftsfelder.

 

Erfolgt die digitale Metallisierung im ersten Verarbeitungsschritt, werden durch Überdruckung leuchtend bunte Metallfarben generiert. Durch das Zusammenspiel metallisierter, nicht-metallisierter, überdruckter und unbedruckter Flächen entstehen Designs mit besonderer Farb- und Lichtwirkung. Diese Veredelungsform verhilft Werbemitteln, Verpackungen und Etiketten zu einem einzigartigen Erscheinungsbild und sorgt für markante Produktauftritte.

Weitere Anwendungsfelder ergeben sich aus dem nachschaltbaren Metalltransfer. Der DM-Liner UV Ink ist mit einem Registersystem ausgestattet, mit dem die Digital Metal-Folie passergenau zum Farbdruck übertragen werden kann. Dadurch eignet sich das Verfahren ausgezeichnet für die so genannte Late Stage Customization. Vorgedruckte Mailings, Prospekte, Kalender, Etiketten oder Verpackungen können so in einem letzten Arbeitsschritt digital veredelt und auf attraktive Weise personalisiert werden.

„Sowohl die Individualisierung als auch die Veredelung von Printprodukten sind ein Megatrend in der grafischen Industrie“, erläutert Digital Metal-Produktmanagerin Stefanie Schmidt. „Mit unserem Digital Metal-Verfahren können Druckereien beide Trends kombiniert bedienen. Mit dem neuen DM-Liner UV Ink können auch Offsetdruckereien vom wachsenden Markt individualisierter Drucksachen profitieren. Gleichzeitig können sie echte Metallisierungseffekte in kostengünstiger Digitaltechnik realisieren“, berichtet Schmidt.

 

Tonerbasierter DM-Liner im B2-Format

Zum Digital Metal-Programm gehört auch ein DM-Liner, der als Folientransferstation für Digitaldruckmaschinen fungiert, die mit Flüssig- oder Trockentoner drucken. Kurz bringt zur drupa ein neues Modell dieses DM-Liners auf den Markt, das B2-Formate verarbeiten kann.  „Damit wird unsere tonerbasierte Digital Metal-Technik auch für den Verpackungsbereich interessant“, erklärt Schmidt.  „Für Visitenkarten, Mailings, Fotokalender, saisonale Grußkarten und Zeitschriftentitel ist der DM-Liner für Tonersysteme bereits erfolgreich im Einsatz. Gerade für kleinere und mittlere Digitaldruckbetriebe bietet er einen idealen Einstieg in die Metallisierungs-Veredelung.“

Schmidt fasst zusammen: „Mit unserer umfassenden Digital Metal-Technologie, mit der wir unter anderem auch Mitglied im HP-Partnerprogramm sind, können verschiedenste Druckbetriebe ein attraktives und vielseitiges Veredelungsprogramm anbieten: hochglänzende Metalleffekte in gestochen scharfen Bildern, Individualisierung wie Customized Packaging oder Customized Labeling, kreativer Farbüberdruck und nicht zu vergessen verschiedenste holografische Effekte. Denn unsere Digital Metal-Folie ist auch in faszinierenden holografischen Designs produzierbar, wofür wir unser Know-how aus dem optischen Sicherheitsbereich nutzen. Mit dem tonerbasierten DM-Liner und dem DM-Liner UV Ink stehen Digital- wie Offsetdruckereien all diese Veredelungsmöglichkeiten offen.“

 

DM-Liner auf der Drupa vierfach in Aktion

Am Kurz-Stand D60 in Halle 3 kann man live erleben, wie der neue DM-Liner UV Ink Pharmaverpackungen mit variablen Daten ausstattet. Gleich dreifach wird der tonerbasierte DM-Liner im Einsatz sein: Am Kurz-Stand werden auf einer HP Indigo 7800 SRA3-Bögen für Grußkarten mit Toner bedruckt und anschließend im DM-Liner mit Digital Metal-Folie beschichtet. Am HP-Stand in Halle 17 werden B2-Bögen veredelt. Am Ricoh-Stand B46 in Halle 8a wird ein DM-Liner für das SRA3-Format Verpackungen live dekorieren.

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Kommentar

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Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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