Gedruckte Elektronik trifft Haute Couture

Veröffentlicht am: 03.01.2018

Technik zum Anziehen ist ein Wachstumsmarkt, der nicht nur den Sport- und Gesundheitssektor umfasst. Immer mehr Modedesigner integrieren gedruckte Elektronikelemente in ihre Kollektionen. Smarte Kleidung ist deswegen auch ein Thema auf der LOPEC, internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, von 13. bis 15. März 2018 in München.
Im Takt der Atemzüge leuchtende Kleider und Pullis, die einen per Handysignal umarmen: Die gedruckte Elektronik revolutioniert das Modedesign und macht unser Outfit interaktiv. „Leuchtdioden, Sensoren und andere Bauteile für Kleidungsstücke müssen nicht nur hauchdünn und leicht, sondern auch dehn- und waschbar sein. Das ist ein sehr interessantes Anwendungsfeld“, betont Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A (Organic and Printed Electronics Association), Mitveranstalter der jährlich stattfindenden Messe. Von 13. bis 15. März richtet sich die internationale Leitmesse für gedruckte Elektronik ausdrücklich auch an die Modebranche. Im Sport- und Gesundheitssektor liegen die smarten Textilien schon länger im Trend.
Cutecircuit aus London, ein Pionier in Sachen elektronischer Mode, wird seine Technologie in einem Plenarvortrag auf dem Kongress vorstellen. Das Unternehmen hat unter anderem ein Abendkleid mit über 10.000 integrierten Leuchtdioden entworfen, die animierte Bilder auf dem fließenden Stoff zeigen. Tragbare Elektronik kann aber weit mehr als bunt blinken. Sie verleiht unserer Kleidung Funktionen, die mit keiner anderen Technologie umsetzbar wären. Ein Beispiel dafür ist das Soundshirt von Cutecircuit. Es wurde für taube Personen entworfen und lässt sie Konzerte spüren. In das Gewebe sind 16 Mikroaktuatoren eingebunden, die Klänge in Vibrationen umwandeln. Geigen spürt man zum Beispiel auf dem Arm, das Schlagzeug im Rücken. Ähnlich funktioniert das Hug Shirt, das den Träger sanft drückt, wenn eine Person ein Umarmungssignal per Handy ans Shirt schickt.
Da die LOPEC die gesamte Wertschöpfungskette der gedruckten Elektronik spiegelt, sind auch Anlagenbauer aus dem In- und Ausland in München mit ihren neusten Technologien vertreten. Die Elektronikkomponenten werden entweder direkt auf das Gewebe oder auf dünne Folien gedruckt, die sich auf das Textil laminieren lassen. Zukünftig könnten die Gewebe sogar komplett aus leitfähigen Materialien bestehen.
Foto: Gedruckte Elektronik revolutioniert das Modedesign und macht Outfits interaktiv. © Cutecircuit

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Kommentar

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Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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