Heidelberg Effizienzprogramm Focus 2012

Veröffentlicht am: 21.02.2012

Heidelberg hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember 2011) bei stabilem Umsatz ein leicht positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erreicht. Im Januar 2012 wurde das Effizienzprogramm „Focus 2012“ verabschiedet. Damit soll sichergestellt werden, dass im Geschäftsjahr 2013/14 das angestrebte operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von rund 150 Millionen Euro erreicht wird. 

 

Der Auftragseingang lag in den ersten neun Monaten (1. April bis 31. Dezember 2011) mit 1,975 Milliarden Euro um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand der Heidelberg Gruppe betrug zum Ende des dritten Quartals 728 Millionen Euro und lag auf dem Niveau des Vorquartals. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten mit 1,811 Milliarden Euro um 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert; währungsbereinigt erreichte er mit 1,841 Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau. „Die unsichere konjunkturelle Lage und das dadurch gebremste Investitionsverhalten haben sich wie erwartet im Geschäftsverlauf von Heidelberg niedergeschlagen“, sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Dennoch ist das operative Ergebnis durch konsequentes Kostenmanagement im dritten Quartal positiv ausgefallen und liegt insgesamt im Rahmen der abgeschwächten Erwartungen.“

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse konnte nach neun Monaten trotz niedrigerer Umsatzerlöse auf minus 19 Millionen Euro (Vorjahr: minus 26 Millionen Euro) verbessert werden. Die Sondereinflüsse von 10 Millionen Euro resultieren überwiegend aus Aufwendungen für weitere Strukturanpassungen.
Das Finanzergebnis konnte mit minus 62 Millionen Euro dank der gelungenen Refinanzierung und den geringeren Finanzierungskosten gegenüber dem Vorjahr (minus 103 Millionen Euro) deutlich verbessert werden. Beim Ergebnis vor Steuern erzielte Heidelberg nach neun Monaten eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr von minus 103 Millionen Euro auf minus 91 Millionen Euro. Nach drei Quartalen beläuft sich der Fehlbetrag des laufenden Geschäfts auf minus 79 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte Heidelberg weltweit 15.666 Mitarbeiter (Vorjahr: 15.828).
Die Auftragslage für Heidelberg ist anhaltend international uneinheitlich. Die Auftragseingänge in den Regionen Europe, Middle East und Africa (EMEA), South America und Asia/Pacific lagen auch messebedingt nach drei Quartalen hinter den hohen Vorjahreswerten, dagegen konnten sich die Regionen Eastern Europe und North America gegenüber dem Vorjahresniveau verbessern. Der Umsatz lag in der Region North America deutlich über dem schwachen Vorjahreswert. In den Regionen Asia/Pacific und South America lagen die Umsätze im Berichtszeitraum währungsbereinigt auf dem hohen Vorjahresniveau, die Regionen Europe, Middle East und Africa und Eastern Europe unterschritten den Vorjahreswert.
 
Ausblick Geschäftsjahr 2011/12
Zur angestrebten Steigerung der operativen Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr wurden bereits zum Halbjahr kurzfristig umsetzbare Maßnahmen im Sachkosten- und Personalbereich eingeleitet. Das Unternehmen geht davon aus, im Gesamtjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr ein spürbar verbessertes operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu erzielen. Heidelberg hält an seinen mittelfristigen Profitabilitätszielen fest, auch wenn sich die geplante Umsatzsteigerung auf über 3 Milliarden Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern sollte.
 
Mit „Focus 2012“ zurück zur nachhaltigen Profitabilität

Zur Erreichung der Profitabilitätsziele sollen mithilfe von „Focus 2012“ im Geschäftsjahr 2013/14 nachhaltige Einsparungen in Höhe von rund 180 Millionen Euro realisiert werden. Ein Großteil der Einzelmaßnahmen soll bereits kurzfristig im Kalenderjahr 2012 eingeleitet und umgesetzt werden. Darüber hinaus beinhaltet das Programm auch mittel- bis langfristige Maßnahmen, um die Organisation an die veränderten Strukturen anzupassen. Die Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretern zur Umsetzung des Programms wurden im Januar 2012 aufgenommen. Aus Unternehmenssicht steht dabei eine zügige Einigung und Umsetzung im Interesse aller Beteiligten im Vordergrund.

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