Heidelberg weiht neues Ausbildungszentrum ein

Veröffentlicht am: 20.10.2014

Heidelberg hat sein neues, knapp 4.000 Quadratmeter großes Ausbildungszentrum in Wiesloch-Walldorf gemeinsam mit den rund 250 Auszubildenden feierlich eingeweiht. Das bisherige Zentrum ein paar Meter entfernt macht Platz für die Vorführdruckerei, die demnächst von Heidelberg ins Werk umzieht.

 
Mit dem Umzug in die traditionsreiche Halle 3 setzen wir ein klares Zeichen, dass die Heidelberg-Tradition auch Zukunft hat“, betonte Personalchef Rupert Felder. Ausbildung sei ein „Wechsel auf die Zukunft – und an diesem Wechsel halten wir fest.“ Auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ralph Ahrens sah mit dem Umzug in das modern ausgestattete, helle Gebäude ein „deutliches Bekenntnis zur Aus­bildung bei Heidelberg.“
„Druck ist nicht tot, aber es gibt eindeutige Umschichtungen“, unterstrich der Vor­standsvorsitzende von Heidelberg, Gerold Linzbach. Lernen höre nie auf, meinte er mit Blick auf die Azubis, „und ihr werdet euch in eurem Berufsleben daran gewöhnen müssen, dass ihr vier­mal, fünfmal oder sogar noch häufiger komplett umdenken müsst.“ Früher habe er solche Sätze gerne ignoriert, so Linzbach. Aber Leben bedeute Veränderung – und das Tempo der Veränderung werde immer höher. Flexibilität zeigte Heidelberg auch bei der Planung des neuen Zentrums. Die Lehrplätze sind so gestaltet, dass sie sich bei Änderungen bei den Ausbildungsplänen und -berufen ohne größeren Aufwand anpassen lassen.

„Gut ist es geworden“, findet auch Sinan Kahraman. Vor allem dass jetzt alles kompakt auf einer Ebene untergebracht sei. „Wir haben jetzt mehr Kontakt zu anderen Auszubildenden, vor allem zu den Mechanikern“, fügt er hinzu, „und auch die Wege zu den Ausbildern sind jetzt kürzer.“ Kahraman eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme und ist dort im zweiten Lehrjahr. Der angehende Industriemechani­ker Christian Reinhardt, ebenfalls im zweiten Lehrjahr, sieht es ganz ähnlich. „Außer­dem sind wir jetzt in der Halle 3 viel näher an der Produk­tion dran. Früher waren wir mit unserem eigenen Gebäude doch ein bisschen abgeschottet.“ Prima sei es zudem, dass die Azu­bis zumindest ein Stückweit mitbestimmen konnten, wie ihre neue Lehr-Umgebung aussieht.

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