Herausforderndes Marktumfeld beeinflusst 3. Quartal

Veröffentlicht am: 21.01.2020

Heidelberg im Geschäftsjahr 2019/20: das anhaltend schwierige Marktumfeld führte im dritten Quartal zu einer rückläufigen Entwicklung bei Umsatz und operativem Ergebnis. Beim Auftragseingang konnte nach neun Monaten mit 1,9 Milliarden Euro das Vorjahresniveau erreicht werden. So lag der Auftragseingang im dritten Quartal mit 636 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 606 Millionen Euro. Insbesondere in China und den USA konnte das Auftragsvolumen gesteigert werden, während das Geschäft in Deutschland und weiteren Teilen Europas weiter schwach ist.
Der Umsatz lag nach neun Monaten des Geschäftsjahres mit 1, 69 Milliarden Euro noch auf Vorjahresniveau. Der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fiel jedoch aufgrund der konjunkturbedingten Investitionszurückhaltung in Deutschland, Großbritannien und im Rest Mitteleuropas mit 567 Millionen Euro geringer aus als erwartet und lag so unter dem Vorjahreswert von 579 Millionen Euro.
Die Entwicklung im dritten Quartal und die Erwartung einer weiterhin geringen Investitionsneigung in wichtigen Märkten Europas führt dazu, dass auch im traditionell starken vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz- und Ertragsniveau unter dem Vorjahr zu rechnen ist, mit Auswirkungen auf die Jahresprognose. So erwartet der Vorstand jetzt, dass der Umsatz im Gesamtjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres von rund 2,49 Milliarden Euro liegen wird. Bisher ging das Unternehmen von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. Das EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis und ohne den Einmalertrag aus dem Verkauf der Hi-Tech Coatings wird aufgrund der geringeren Umsatzerwartung, rückläufiger Handelsmargen und dem nachteiligen Regionen- und Produktmix in einer Bandbreite von 5,5 bis 6,0 Prozent vom Umsatz (bislang 6,5 bis 7,0 Prozent) erwartet. Das Nachsteuerergebnis wird entsprechend leicht negativ ausfallen.
„Das schwierige konjunkturelle Umfeld hat sich im dritten Quartal unseres Geschäftsjahres weiter eingetrübt. Auch wenn wir uns in wichtigen Regionen wie China oder den USA nach wie vor gut entwickelt haben, konnte dies die Investitionszurückhaltung und den Margendruck in Deutschland, Großbritannien und im Rest Mitteleuropas nicht ausgleichen“, so Vorstandsvorsitzender Rainer Hundsdörfer. „Um Heidelberg dauerhaft an diese sich verschärfenden Marktbedingungen anzupassen, arbeiten wir wie angekündigt unter Hochdruck an der Finalisierung eines Maßnahmenpakets zur Anpassung unserer Strukturen und nachhaltigen Steigerung der Profitabilität. Gleichzeitig setzen wir die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses und Free-Cashflows weiter konsequent um.“
Heidelberg befindet sich aufgrund der massiven Veränderungen in der gesamten Branche wie angekündigt in einem fortgeschrittenen Prozess zur Entwicklung eines umfassenden Maßnahmenpaketes, um die Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Das Produktportfolio soll dabei bereinigt, Randbereiche wie avisiert verkauft, Organisationsstrukturen und Prozesse effizienter gestaltet, das internationale Produktionsnetzwerk neu aufgestellt und die Kostenbasis insgesamt deutlich abgesenkt werden. Ziel ist es, sich auf kundenzentrierte Lösungen zu fokussieren und die digitale Transformation weiter voranzutreiben.
Sobald die Planungen für dieses Maßnahmenpaket abgeschlossen sind und die zuständigen Gremien dieses zur Umsetzung beschlossen haben, möchte das Unternehmen umfassend hierzu informieren. Und das ausgerechnet im drupa Jahr 2020.

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