Blauer Engel für digitale Druckprozesse

Veröffentlicht am: 06.06.2018

Mit einem Konica Minolta AccurioPress C6085 Produktionsdrucksystem errang erstmals eine Druckerei die Umweltzertifizierung Blauer Engel im Digitaldruck. Die Kölner Druckerei DFS Druck Brecher ist somit die erste digitale Druckerei, die RAL-UZ 195 Erzeugnisse erstellen darf. Vertreter des Unternehmens nahmen kürzlich beim Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung RAL in Bonn ihre Zertifizierungsurkunde für den Blauen Engel entgegen: „Wir sind sehr stolz, dass wir als erste deutsche Firma überhaupt die umfangreichen Prüfungen gemäß RAL-UZ 195 auch für alle digitalen Druckprozesse erfolgreich bestanden haben“, kommentierte Geschäftsführer Ingo Brecher. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und weitgehend klimaneutrale Druckverfahren bilden seinen Worten zufolge einen Schwerpunkt der Innovationsstrategie des in dritter Generation familiengeführten Unternehmens. Und dies nicht nur aus eigener Verantwortung für Mensch und Umwelt, sondern auch, weil die Nachfrage nach umweltverträglichen Druckerzeugnissen in den letzten Jahren rasant gestiegen ist.
Der Blaue Engel ist das bekannteste Umweltlabel im deutschsprachigen Raum. Anders jedoch als frühere Zertifizierungen für Druckerzeugnisse ist die 2015 in Kraft getretene Norm RAL-UZ 195 von Anfang an ganzheitlich konzipiert. Dabei müssen unter anderem frühere Einzelnormen, etwa für den Einsatz von Recyclingpapieren eingehalten werden. Außerdem erstreckt sich RAL-UZ 195 sowohl auf Bogen- und Rollenoffsetdruck als auch auf Illustrationstief-, Flexo- und Digitaldruckverfahren. „Durch die starke Ausrichtung der Vergabegrundlage auf Druckverfahren wie Offset kam es für den tonerbasierten Druck zu unerwarteten Hürden“, berichtet Markus Kelch, Expert Environmental Management bei Konica Minolta Europe. Und weiter: „Im Zuge der Zertifizierungsvorbereitungen bei DFS Brecher gelang der Nachweis, dass das vorhandene Mangan im Drucker verbleibt und dessen Ausbreitung über bedrucktes Papier wirkungsvoll eingedämmt wird. Dies haben auch Messungen beim TÜV Rheinland ergeben, wo wir Papier mit einem extra hohen Tonerauftrag zum Test eingereicht haben.“ Das Ergebnis: Trotz der hohen Konzentration im Toner wies das bedruckte Papier nur sehr geringe Manganspuren auf. Von diesem Ergebnis können künftig auch andere Konica Minolta Systeme und deren Kunden profitieren.

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Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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