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Halbton – Farb- oder Graustufen-Bildformat, das im Gegensatz zu Tuschezeichnungen ständig variierende Tonwertabstufungen darstellen kann.

 

Halbtonvorlage – Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.

 

Haarlinie – Dünnste darstellbare Linie.

 

Handfalzung – Falzen eines Bogens von Hand mit dem Falzbein, einem flachen, glatten, etwa 15 Zentimeter langen Instrument aus Kunststoff. Nur spezielle Ausführungen in Kleinstauflagen werden noch von Hand gefalzt.

 

Hartpostpapiere – Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand "hart" klingen.

 

Hausschrift – Im Rahmen des Corporate Design bestimmen Firmen oftmals eine besondere Schriftart für ihren Auftritt in der Öffentlichkeit. Ähnliches gilt für Verlage, die eine Standardschriftart für ihre Druckerzeugnisse wählen, um den Wiedererkennungswert dieser Produkte zu steigern. In beiden Fällen spricht man von einer Hausschrift des betreffenden Unternehmens.

 

Heften – Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Druckbogen oder Lagen werden in sich und untereinander durch Faden oder Draht zu einem Buchblock beziehungsweise einem Produkt verbunden.Hermann, CasparCaspar Hermann (geboren 9. März 1871 in Königsberg bei Cheb/Eger, gestorben 6. November 1934 in Mainz) war einer der Pioniere des Offsetdrucks. Nachdem Ira Washington Rubel 1904 die erste Offsetdruckmaschine herausgebracht hatte, baute Hermann erstmals 1904/1905 für die Harris Automation Press Company in Niles/Ohio Buchdruck-Rotationsmaschinen in Offsetdruckmaschinen um. In gleicher Weise entstanden ab 1907 die ersten deutschen Offsetdruckmaschinen. Von Hermann stammt auch die im selben Jahr in Deutschland patentierte weltweit erste Rollenoffset-Druckmaschine sowie 1922 das so genannte Satellitendrucksystem.

 

HKS-Farben – Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

 

Hochdruck (auch Buchdruck) – Erhöhte Teile einer Druckform werden mit Druckfarbe eingefärbt und geben beim Druckvorgang einen Teil der Druckfarbe auf das zu bedruckende Material ab. Hierbei gibt es drei Varianten: Im Tiegel druckt eine Fläche gegen eine andere Fläche, in der Zylindermaschine ein Zylinder auf eine Fläche, und beim Rotationsdruck rollen zwei Zylinder gegeneinander ab. Als ältestes industrielles Druckverfahren wird der Hochdruck heute als Bogendruck für kleine Auflagen und Spezialarbeiten (Stanzen, Prägen, Perforieren, Nummerieren etc.) und mit abnehmender Tendenz auch noch für Zeitungen verwendet.

 

Hochglanzpapier – Einseitig gussgestrichenes, nicht kalandriertes Papier.

 

Hologramm – Dreidimensionales, durch Holographie erzeugtes Bild. Es entsteht nicht durch Fokussierung von Licht auf einem Bildwandler (fotografischer Film, optischer Sensor) durch ein Objektiv. Vielmehr wird das Interferenzbild aufgenommen, das durch Interaktion des von dem abzubildenden Objekt reflektierten Lichts mit einem Referenzstrahl der Lichtquelle entsteht. Dieses Verfahren erfordert äußerst kohärentes (im Gleichtakt schwingendes) Licht, wie es ein Laser erzeugt.

 

Holzfreies Papier – Fälschliche Bezeichnung für Holzstoff freies Papier. Papier mit höchstens fünf Prozent (Gewichtsanteil) verholzten Fasern.

 

Holzhaltiges Papier – Dieses Papier enthält zu mehr als fünf Prozent Massenanteil mechanisch aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.

 

HTML (Hypertext Markup Language) – Die Seitenbeschreibungssprache HTML dient zur Formatierung von Dokumenten für das World Wide Web im Internet. HTML ermöglicht Verknüpfungen zwischen Seiten sowie die Darstellung von multimedialen Daten im gesamten Internet. Mit Hilfe eines Browsers lassen sich HTML-Dokumente mit allen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen in gleicher Weise lesen. Als Besonderheit haben solche Seiten keine fest definierte Typografie. Schriftart und -größe stellt der Leser an seinem Bildschirm selbst ein.

 

HTTP (Hypertext Transfer Protocol) – Im World Wide Web genutztes Protokoll zur Datenanforderung. HTTP basiert auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP und organisiert die Kommunikation zwischen Internetserver und Browser. Dazu baut HTTP bei jeder Datenanforderung durch einen Browser eine neue Verbindung zum Server auf.

 

Hyperlink – Text oder Grafiken, die mit einem anderen HTML-Dokument verbunden sind.

 

Hypertext – Zusätzliche Funktionalität von elektronischen Dokumenten, die darin besteht, dass man sie über Sprungstellen (Links) untereinander verknüpfen kann. Ein solcher Link ist an ein beliebiges Objekt eines Dokuments gebunden und nimmt auf dessen Inhalt Bezug.In dem Konsortium ICC arbeiten Hersteller von Produkten für die Druckvorstufe zusammen, um das Farbmanagement - die geräteunabhängige Verarbeitung farbiger Darstellungen - zu fördern. Die Federführung hat die Fogra (Deutsche Forschungsgemeinschaft für Druck- und Reproduktionstechnik e. V., München).

Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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