Müller Martini übernimmt Geschäftsteile von Kolbus

Veröffentlicht am: 29.01.2018

Müller Martini übernimmt das Klebebinder- und Buchlinien-Geschäft von Kolbus. Dazu gehören auch Service und Ersatzteile für alle weltweit installierten Kolbus-Buchbindesysteme. Kolbus fokussiert sich auf das Geschäft mit Verpackungs- und Buchdeckenautomaten, die Teilefertigung und das Gießereigeschäft.

Das Buchbinde-Geschäft von Kolbus geht an die neue Gesellschaft Müller Martini Buchbinde-Systeme GmbH über, die als eigenständiges Werk mit Sitz in Rahden mitsamt allen zugeordneten Mitarbeitern in die Müller Martini-Gruppe integriert wird. Kolbus bleibt unter der Führung von CEO Kai Büntemeyer bestehen und konzentriert sich mit 900 Mitarbeitern weltweit auf die Produktion von Verpackungs- und Buchdeckenautomaten, die Teilfertigung und das Gießereigeschäft. Büntemeyer ist überzeugt, dass sich Kolbus mit diesem Schritt gute Chancen für eine erfolgreiche Zukunft schafft: „Der Verpackungsmarkt ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Wir sehen gutes Potenzial und werden unsere aktuellen Leistungen in diesem Geschäft energisch ausbauen. Auch im Segment der Komponentenfertigung für anspruchsvolle Maschinenbauunternehmen, darunter Müller Martini Buchbinde-Systeme und Kolbus Feinkartonagen-Technik, gibt es sehr gute Perspektiven.“
Das Know-how für das Maschinensortiment von Kolbus wird von Müller Martini übernommen, gesichert und weiter entwickelt. Die rund 250 Kolbus-MitarbeiterInnen aus dem Buchbinde-Bereich werden in Rahden von Müller Martini zu unveränderten Anstellungsbedingungen übernommen. Die MitarbeiterInnen in den Sparten Verpackungs- und Buchdeckenautomaten arbeiten weiter bei Kolbus.
„Der Strukturwandel hat die grafische Branche in den vergangenen Jahren stark verändert, und unser Markt ist deutlich kleiner und gleichzeitig vielfältiger geworden“, so Bruno Müller, CEO von Müller Martini. „Kunden verlangen regelmäßige Innovationen, die mit tieferen Verkaufsstückzahlen finanziert werden müssen. Von den Effizienzgewinnen aus der Zusammenführung der Buchbindeaktivitäten profitieren vor allem auch unsere Kunden.“

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Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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