Werner Thieme wurde 90

Veröffentlicht am: 14.03.2018

Vom Lohnfertiger zum Technologieführer: Werner Thieme, der am 2. März seinen 90. Geburtstag feierte, kann auf ein überaus erfolgreiches Leben als Unternehmer zurückblicken. Die von ihm begründete Thieme GmbH & Co. KG ist heute international führend in ihren beiden Disziplinen: im Druckmaschinenbau und als Hersteller von Polyurethan-Formteilen.

Der Jubilar wurde am 2. März 1928 in Teningen geboren. Mit einer Schlosserlehre in den damaligen Kriegszeiten begann er seine berufliche Laufbahn. Es folgten Stationen als technischer Zeichner und Großhandelskaufmann. 1960 wagte Thieme schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Thieme Maschinenfabrik OHG, der bereits 1965 eine zweite Firmengründung, die Kunststoffe Werner Thieme KG, folgte. Seit 1993 sind beide Unternehmen unter einem Dach, der Thieme GmbH & Co. KG, vereint, die sich mit ihren Geschäftsbereichen Drucksysteme und Polyurethan erfolgreich in den jeweiligen Märkten etabliert haben. Ein Gespür dafür, was der Markt verlangt, zeichnete Werner Thieme seit seinen Anfängen aus. So passte er sich stets flexibel den Bedürfnissen des Marktes an – produziert wurde das, was der Kunde brauchte.
In einem Raum gründete er 1960 seine Maschinenfabrik. Hergestellt wurden verschiedenste Maschinenteile im Lohnauftrag. Ab 1976 verlegte sich Thieme auf den Bau von Siebdruckmaschinen und erfüllte sich damit seinen Traum von einem eigenen Produkt. In seiner zweiten Firma, der 1965 gegründeten Kunststofffabrik, wurde zunächst glasfaserverstärktes Polyester (GFK) verarbeitet, bis 1972 die Entwicklung und Herstellung von Formteilen aus Polyurethan begann.
In den 1990er-Jahren hielt die beginnende Globalisierung auch bei Thieme Einzug und es entstanden Niederlassungen in Frankreich und in den USA. Am Stammsitz Teningen und in den ausländischen Niederlassungen zusammengenommen beschäftigt Thieme heute rund 350 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen konsolidierten Gesamtumsatz von 55 Millionen Euro.

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Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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