30 Jahre Xaar: Digitaldruck vorangebracht

Veröffentlicht am: 07.07.2020

Das Unternehmen sendete jedem Teammitglied eine Flasche Champagner, um auf das Geschäft und seine Rolle als Pionier beim Einsatz industrieller Inkjet-Technologien auf der ganzen Welt anzustoßen.

Xaar mit Sitz im Cambridge Science Park wurde 1990 von einem vierköpfigen Team gegründet, darunter Mike Willis und Mark Shepherd. Ziel war es, die Arbeit von Steve Temple und David Paton, den Erfindern der piezoelektrischen Drop-on-Demand-Technologie von Xaar, bei Cambridge Consultants zu kommerzialisieren. Beide traten kurz nach dem Start in das Unternehmen ein. Das Unternehmen unterzeichnete 1991 seinen ersten Vertrag mit Brother Industries, die die Technologie zur Entwicklung von Home-Office-Druckern und Faxgeräten lizenzierte. Bis 1992 hatte Xaar einen bedeutenden Meilenstein erreicht und einen Umsatz von über einer Million Pfund erzielt, der durch Lizenzgebühren, den Verkauf von Evaluierungskits und technische Beratung erzielt wurde.
Neben der Lizenzierung seiner Technologie wurde die Entwicklung und Herstellung von Tintenstrahldruckköpfen zu einem ebenso wichtigen Teil des Erfolgs. Die frühe Produktpalette des Unternehmens, zu der der Xaar 128 und der Xaar 500 gehörten, trug maßgeblich zum Wachstum der digitalen Grafik-, Codierungs- und Markierungsbranche auf der ganzen Welt bei. Die Einführung des Xaar 1001 war ein weiterer bedeutender Fortschritt in der Inkjet-Technologie. Die einzigartige Architektur des Druckkopfs, der Hybrid Side Shooter, ermöglichte die Tintenumwälzung sowohl hinter der Düse als auch über den gesamten Kanal. Diese führten zu einer schrittweisen Änderung der Druckzuverlässigkeit und trieben die digitale Transformation des Marktes für die Herstellung von Keramikfliesen in den 2000er Jahren voran.
Die ersten Druckköpfe des Unternehmens wurden im schwedischen Järfälla hergestellt. 2007 eröffnete Xaar seine neue hochmoderne Fabrik in Huntingdon, Großbritannien, zunächst für die Herstellung des Xaar 1001, in die seitdem über 60 Millionen Pfund investiert wurden Investitionen in Forschung und Entwicklung waren schon immer von zentraler Bedeutung für den Fortschritt von Xaar als unabhängiges Unternehmen und machen nun rund elf Prozent des Geschäftsumsatzes aus. Dieser Fokus auf Forschung und Entwicklung hat dazu geführt, dass das Unternehmen in seiner 30-jährigen Geschichte über 2.000 Patentanmeldungen eingereicht und bahnbrechende Tintenstrahldruckköpfe und -technologien entwickelt hat, die zur Entwicklung des Tintenstrahldrucks beigetragen haben.
Zu den jüngsten Innovationen gehören die High Laydown-Technologie, mit der große Flüssigkeitsmengen bei hohen Leitungsgeschwindigkeiten abgeschieden werden können, und die Ultra High Viscosity, mit der Flüssigkeiten mit deutlich höheren Viskositäten – bis zu 100 Centipoise bei typischen Betriebstemperaturen von etwa 40 bis 50 Grad Celsius – ausgestoßen werden. Solche Entwicklungen haben die Flexibilität des Keramikportfolios von Xaar erhöht und das Wachstum in neuen hochmodernen Sektoren wie 3D-Druck und additive Fertigung eröffnet.

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