Packaging Kongress 2021: Grüne Welle oder neue Nachhaltigkeit?

Veröffentlicht am: 31.10.2021

Beim ersten Packaging Kongress des Verband Druck Medien gemeinsam mit PACKAGING Austria lieferten Experten aus den Bereichen Innovation, Handel, Gewerbe, Design, Produktion und Forschung spannende Einblicke.

Das Auftragsvolumen für Etiketten, Karton- und Kunststoffverpackungen hat sich in den letzten Jahren zweistellig erhöht. Seit dem Jahr 2000 ist der Verbrauch an Verpackungspapier und -karton allein in Österreich um 23 Prozent von 814.399 Tonnen auf 1,003.373 Tonnen im Jahr 2020 gestiegen. Dazu kommen noch Verpackungen aus Kunststoffen und Glas. Experten prognostizieren vor allem durch die Zuwachsraten im Online-Handel einen steigenden Bedarf an Verpackungen. Gleichzeitig stieg der Druck auf die Verpackungsbranche. Bis 2025 muss laut EU-Vorgabe die Recyclingquote für Verpackungen 50 Prozent betragen. Zwar wurden in Österreich laut Statusbericht des Umweltministeriums 2019 444.100 t Glas-, Metall- und Kunststoffverpackungen aus dem Haushaltsbereich gesammelt, das ist eine Steigerung von 10 Prozent seit 2015. Allerdings ist im gleichen Zeitraum das Abfallaufkommen um acht Prozent gestiegen. Und vor allem die Sammlung und Wiederverwertung von Kunststoffen hat Nachholbedarf.
„Die Vorgaben an Materialien, Recycling und Entsorgung stellen alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen. Deshalb haben wir mit dem Packaging Kongress eine Veranstaltung geschaffen, wo wir über mögliche Lösungen und neue Denkansätze diskutieren“, sagt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien.
Mitveranstalter und Moderator Michael Seidl von Packaging Austria betont: Nachhaltiges Wirken ist heute nicht mehr nur eine Floskel oder Trend, sondern Realität, die von vielen Unternehmen sehr ernst genommen wird. Daher ist es mit Greenwashing nicht getan, es braucht Mut zu echten Innovationen.“ Es geht um die vier R bei Verpackungen – Reduce, Replace, Reuse und Recycling. Keynote-Speakerin Gertraud Leimüller sieht hier vor allem auch kleine Unternehmen im Vorteil. „Diese sind flexibler und können rascher auf geänderte Nachfragen reagieren. Daher sind sie oft auch Vorreiter. Große Unternehmen haben dagegen den Vorteil, eine Entwicklung zur Massenproduktion zu bringen“, so Leimüller.
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie in der kommenden Ausgabe von PACKAGING Austria.

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