Russland-Ukraine Konflikt: Heidelberg zieht die Konsequenzen

Veröffentlicht am: 03.09.2022

 

Wie viele andere westliche Unternehmen zuvor, hat nun auch Druckmaschinenhersteller Heidelberg die Konsequenzen aus dem Konflikt gezogen und seine russische Vertriebsfirma verkauft.

 

Wie das Unternehmen auf unsere Anfrage mitteilt, hat die Heidelberger Druckmaschinen AG ihre russische Vertriebsgesellschaft „Heidelberg-CIS LLC am dritten August 2022 im Rahmen eines Management-Buyouts an den bisherigen Geschäftsführer Dmitri Khromov verkauft. Die Übernahme wurde am 29. August 2022 final abgeschlossen. Die neue Gesellschaft möchte ihre Aktivitäten fortsetzen und den Kundenservice aufrechterhalten, soweit das im Rahmen der internationalen Sanktionen gegen Russland möglich ist. Heidelberg hatte zuvor schon sein Russlandgeschäft schon weitgehend eingestellt. Die lokale russische Tochterfirma hatte vor Beginn des Ukraine-Kriegs einen jährlichen Umsatz von weniger als zwei Prozent (43,6 Millionen Euro) des Gesamtumsatzes (2,183 Milliarden Euro) von Heidelberg. Das russische Management hat die „Heidelberg-CIS LLC“ inklusive aller Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen übernommen.“ Auf unsere Anfrage, wie das Service und Wartung bestehender Anlagen gehandhabt werden wird, gibt man sich bei Heidelberg eher zurückhaltend. „Alle Aktivitäten mit der russischen Gesellschaft werden sich im jeweils gültigen rechtlichen und sanktionsrechtlichen Rahmen bewegen“, so die Antwort.

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Jürgen Otto (59) wird zum ersten Juli 2024 neuer Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG. Er folgt damit auf Dr. Ludwin Monz, der sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum Ablauf des 30. Juni 2024 auf eigenen Wunsch im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niederlegt und aus dem Vorstand von Heidelberg ausscheiden wird.

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