Streik endet in UPM Werken in Finnland

Veröffentlicht am: 27.04.2022

UPM und die Paperworkers’ Union haben sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik in den Werken in Finnland sind nun beendet und die Mitarbeiter nehmen Ihre Arbeit wieder auf.

 

Der Streik der Papierarbeitergewerkschaft umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels und begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate. Ursprünglich streikten etwa 2.100 Mitglieder der Gewerkschaft, doch etwa 200 von ihnen wurden per Gerichtsbeschluss dazu angehalten, gesellschaftskritische Aufgaben wie Wärmeerzeugung und Wasserwirtschaft wahrzunehmen. Das Unternehmen kündigte an, seine Kundenlieferungen so bald wie möglich wieder aufnehmen wollen, was wohl angesichts der entsprechenden Vorlaufzeiten wohl einige Zeit dauern wird.
„Wir freuen uns sehr, dass die Parteien allen Einigungsvorschlägen zugestimmt haben und der lange Streik der Gewerkschaft der Papierarbeiter beendet ist. UPM und die Gewerkschaft haben gemeinsam Geschichte geschrieben, indem sie sich auf fünf unternehmensspezifische Tarifverträge geeinigt haben, die den alten Tarifvertrag der Papierindustrie aus den 1940er Jahren ersetzen. Das langjährige Ziel von UPM ist es, Tarifverhandlungen auf eine Ebene zu bringen, auf der die Arbeitsbedingungen am besten bekannt sind, das heißt in den einzelnen Unternehmen. Die Verhandlungen führen zu Vereinbarungen, von denen sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiter profitieren und die Erfolgsvoraussetzungen für die Zukunft stärken“, so Riitta Savonlahti, Executive Vice President, Human Resources, UPM.
„In den Verhandlungen wurden viele Aspekte der Verträge unter völlig neuen Gesichtspunkten betrachtet. Der Prozess war lang, aber am Ende konnten wir uns auf Anstellungsbedingungen einigen, die die Bedürfnisse und Besonderheiten unserer Betriebe berücksichtigen. Neue Bedingungen steigern die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Fabriken und sorgen auch für gute Bedingungen für die Mitarbeiter“, sagt Jyrki Hollmén, Vice President, Labour Markets bei UPM.
Die Laufzeit der neuen Verträge und der neuen Vereinbarungen beträgt vier Jahre. Gehaltserhöhungen entsprechen der aktuellen Branchennorm. Lohnanpassungen werden nach den ersten zwei Jahren ausgehandelt. Neue Vereinbarungen sind strukturell weniger kompliziert als die alten, und die Seitenzahl ist etwa halb so groß wie die frühere. Eine wesentliche Änderung in allen betriebsspezifischen Vereinbarungen ist die Substitution von periodischem Lohn durch Stundenlohn. Stundenlöhne werden nach geleisteter Arbeit bezahlt, was die Formulierung des Entgelts verständlicher macht. Die neuen Tarifverträge ermöglichen es, Kompetenz und Leistung bei der Lohngestaltung zu berücksichtigen. Darüber hinaus einigten sich alle Betriebe auf mehr Flexibilität bei Schichtregelungen und Arbeitszeitnutzung.

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