Heidelberg liegt nach Start ins neue Geschäftsjahr im Plan

Veröffentlicht am: 03.09.2023

Heidelberg ist aufgrund der Erholung in Asien und Wachstum im Verpackungsdrucksegment gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das Technologieunternehmen legte in den ersten drei Monaten (1. April bis 30. Juni 2023) beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 530 Millionen Euro auf 544 Millionen Euro zu.

 

Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg gegenüber dem bereinigten Wert des Vorjahresquartals um rund 18 Millionen Euro auf 42 Millionen Euro an. Die entsprechende EBITDA-Marge lag bei 7,7 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf 10 Millionen Euro. Regional zog der Auftragseingang in Asien deutlich an. In anderen Märkten war die Nachfrage dagegen eher gedämpft.

Im Verpackungsdruckmarkt strategisch gut aufgestellt
Vor allem im Segment Packaging Solutions verzeichnete das Unternehmen beim Auftragseingang ein starkes Wachstum von rund 25 Prozent. „Heidelberg ist im Kernmarkt Druck strategisch richtig aufgestellt und kann so verhaltene Entwicklungen in anderen Bereichen abfedern“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwin Monz. Mit der im Mai 2023 vorgestellten neu entwickelten Boardmaster für den hochproduktiven Verpackungsdruck erzielte das Unternehmen im ersten Quartal bereits erste Umsätze. Auch die Nachfrage nach der neuen Maschine Gallus One im Wachstumsfeld des digitalen Etiketten-Drucks bestätigt den Markttrend.

Mittelfristige Finanzierungsstruktur angepasst

Der Free Cashflow verbesserte sich im ersten Quartal gegenüber dem um Sondereinflüsse bereinigten Vorjahreswert, blieb jedoch in Summe im Vergleich zum Vorjahr mit minus 27 Millionen Euro negativ. Der Grund hierfür waren ausbleibende positive Sondereinflüsse, wie in den Vorjahren realisiert worden waren. „Das Quartalsergebnis zeigt weiterhin die Notwendigkeit unseres Wertsteigerungsprogramms, mit dem wir den Free Cashflow signifikant steigern wollen“, sagt die Finanzvorständin von Heidelberg, Tania von der Goltz. Im Rahmen des Programms beabsichtigt das Unternehmen auch weiterhin, Kostenersteigerungen durch Preiserhöhungen zu kompensieren und eine strenge Kostendisziplin beizubehalten. Das Unternehmen hat darüber hinaus seine Kreditverbindlichkeiten neu geordnet und sich Ende Juli mit seinem Bankenkonsortium auf eine deutliche Erhöhung der Kreditfazilität geeinigt. Diese umfasst eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 350 Millionen Euro über vier Jahre und eine Verlängerungsoption von einem weiteren Jahr. „Die neu vereinbarte Finanzierungsstruktur unterstreicht das Vertrauen des Finanzmarktes in unsere eingeleitete strategische Ausrichtung, die Finanzkraft des Unternehmens weiter zu steigern und Investitionen in Wachstumsbereiche zu erhöhen“, sagt Tania von der Goltz.

Start ins Geschäftsjahr 2023/2024 bestätigt Prognose

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024 gilt unverändert wie am 14. Juni 2023 veröffentlicht. Unter der Annahme, dass die Weltwirtschaft nicht schwächer als von den Wirtschaftsforschungsinstituten vorhergesagt wächst, erwartet Heidelberg bei gleichbleibendem Umsatz eine stabile Entwicklung.

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Was ist los beim Branchenprimus?

Jürgen Otto (59) wird zum ersten Juli 2024 neuer Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG. Er folgt damit auf Dr. Ludwin Monz, der sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum Ablauf des 30. Juni 2024 auf eigenen Wunsch im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niederlegt und aus dem Vorstand von Heidelberg ausscheiden wird.

Anzeige

Umfrage

Beeinflussen die Auswirkungen des Coronavirus Ihre Geschäftsentwicklung?

Ja, massiv
Etwas
Gar nicht
Keine Meinung