PRINT & PUBLISHING: Die aktuelle Ausgabe 05 2026 - Folge 298

Veröffentlicht am: 19.10.2026

Da ist sie, die fünfte Ausgabe von PRINT & PUBLISHING im Jahr 2026. Mit im Redaktionsgepäck, wieder eine Fülle von Informationen und Neuigkeiten aus der Branche. Die print fair ruft, Heidelberg wirft einen Blick in die Druckzukunft und die Frankfurter Buchmesse ist erfolgreich über die Bühne gegangen.

 

Alljährlich geht der KSV mit der Business Check der Frage nach, wie um das Befinden der Unternehmen und Zahlungsmoral in Österreich bestellt ist. Das Ergebnis der aktuellen Analyse klingt ganz und gar nicht rosig. Denn nun muss auch die bislang gute Zahlungsmoral den jüngsten Krisenjahren Tribut zollen. In Summe wird in Österreich mittlerweile jede fünfte Rechnung (20 Prozent) zu spät bezahlt, im Vorjahr war es jede sechste (17 Prozent). Gleichzeitig verlängert sich die Zahlungsdauer bei Firmenkunden um vier auf 29 Tage. Bei den Ländern beträgt sie 32 und bei den Gemeinden 27 Tage – jeweils ein Plus von einem Tag.

Wie die aktuelle KSV1870 Umfrage zeigt, werden 55 Prozent der Unternehmen laut Eigenangabe das Geschäftsjahr 2026 mit Gewinn abschließen – im Gewerbe (61 Prozent) fällt dieser Anteil am höchsten aus. Während das Gesamtergebnis gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von einem Prozentpunkt bedeutet, ist im mehrjährigen Vergleich ein deutlicher Rückgang erkennbar: 2021 haben noch 63 Prozent mit Gewinn abgeschlossen. Darüber hinaus dürften 28 Prozent (2025: 25 Prozent) der Betriebe am Jahresende eine „Schwarze Null“ erzielen – insbesondere die Industrie (32 Prozent) und der Dienstleistungssektor (31 Prozent).

Während insgesamt 53 Prozent der Befragten 2027 eine unverändert gute beziehungsweise verbesserte Zahlungsmoral erwarten, blickt ein Drittel (31 Prozent) sorgenvoll ins kommende Jahr und rechnet mit einer Verschlechterung. Pessimistische Signale kommen etwa aus der Gastronomie/Beherbergung oder dem Sektor Verkehr/Lagerei, eher positiv gestimmt sind unter anderem Handelsunternehmen und produzierende Betriebe. In den Bundesländern ist die Angst vor einer verschlechterten Zahlungsmoral in Oberösterreich (42 Prozent) besonders stark ausgeprägt, während Salzburg mit Abstand am positivsten (68 Prozent) auf das Zahlungsverhalten im kommenden Jahr blickt.

Ein Drittel der Unternehmen blickt also sorgenvoll in die Zukunft und es gibt wohl Branchen, die mehr unter Druck stehen als andere. Neue Technologien verändern aktuell viele Arbeitsabläufe, Organisationen und Unternehmen. Die Wirtschaft – wohl auch die Druck- und Medienwirtschaft benötigt derzeit starke Signale von der Politik und nicht ein Geplänkel rund um einen Zukunftsfonds oder den Diskurs um eine Wehrdienstreform. Unternehmer hierzulande verlangen nach einer Politik, die deren Schaffen sinnvoll macht, anerkennt und wertschätzt.

Einige von diesen tollen Unternehmen werden wir auf der print fair an der Graphischen treffen. Ich freue mich darauf!

Michael Seidl
m.seidl@europeanmediagroup.at

Kommentar

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