PRINT & PUBLISHING: Die aktuelle Ausgabe 03 2026

Veröffentlicht am: 21.07.2026

Da ist sie, die dritte Ausgabe von PRINT & PUBLISHING im Jahr 2026. Mit im Redaktionsgepäck, wieder eine Fülle von Informationen und Neuigkeiten aus der Branche. Die Trends: KI, Automatisierung und Robotik.

  

 

Wann wird‘s mal wieder Sommer trällerte einst Schlager- und Unterhaltungsstar Rudi Carrell in das Mikrofon. Und es war schon Sommer im heißen Juni 2026. Dieser ist noch nicht vorbei und es bleibt auch weiterhin heiß in der österreichischen Druckindustrie. Nach der Übernahme von Friedrich Druck in Linz durch die Print Alliance wurden kürzlich Kunden über die „neue Zusammenarbeit“ von der PAG Holding (Die Dachgesellschaft der Druckereien Print Alliance und Gerin Druck) informiert. Sprich, die Druckerei Friedrich wird/wurde zugemacht und Print Alliance übernimmt als neuer Partner beziehungsweise Produzent. Was bleibt ist die Marke Friedrich und der Name Bernd Friedrich, der in dieser neuen Konstellation die Fahnen in Linz hoch hält. In Bad Vöslau jedoch, hat der langjährige Geschäftsführer der Print Alliance, Martin Wlacil, das Unternehmen verlassen. Ihm folgt nun Christoph Preitler. Nach den (in dieser Ausgabe unkommentierten) Turbulenzen rund um die Salzkammergut Media blieb bei Estermann auch kein Stein auf dem anderen und es ist zu hoffen, dass nicht noch weitere namhafte Unternehmen der Branche nach Veränderungen suchen. Oder dazu gezwungen werden. Dem Vernehmen nach ist Cimpress weiterhin daran interessiert, passende Unternehmen für den Konzern und dessen Portfolio zu finden. Geld dafür ist vorhanden, nachdem man zuletzt frisches Kapital an der Börse lukrieren konnte. Wir bleiben dran… it’s hot in the city.

Aufatmen bei manroland Druckern. Heidelberg hat den weltweiten Service der bestehenden Anlagen von 3.000 Nutzern übernommen und nun soll Ruhe einkehren nach den letzten Monaten. Mit dieser Entscheidung sichert Heidelberg seine global führende Position in der Druck- und Verpackungsbranche. Die Kombination aus zwei Schwergewichten, die über Jahrzehnte die Geschichte des Druckmaschinenbaus geprägt haben, vereint geografische Präsenz, hohe Servicequalität und konsequenten Kundenfokus. Im ersten Schritt steht vor allem der Weiterbetrieb der manroland Systeme durch Aufrechterhaltung des weltweiten Service- und Ersatzteilangebotes im Vordergrund. Aufgrund der gemeinsamen Aktivitäten steht künftig ein umfassendes, global aufgestelltes Service- und Lifecycle-Portfolio inklusive Spezialisten für die umfassende Kundenbetreuung zur Verfügung. Im Rahmen der Transaktion übernimmt Heidelberg das Service- und Ersatzteilgeschäft mittels rund 35 Länderorganisationen von manroland sheetfed mit etwa 600 Mitarbeitenden. Darüber hinaus erwirbt man die Technologie und IP für Service und Ersatzteile sowie ausgewählte Vermögensgegenstände. Im Rahmen der Transaktion sichert sich Heidelberg auch die IP für die Roland 900 / Cartonmaster im Bogenoffset-Großformat. Das Unternehmen prüft derzeit die Optionen zur Produktion und Weiterentwicklung dieses Systems.
Last but not least wird man seitens Heidelberg versuchen, bei den aktuellen manroland Anwendern, Heidelberg Technologie zu platzieren. Das ist in Wirklichkeit die Essenz des Deals. Apropos manroland: Der Standort in Offenbach wurde nun teilweise an Siemens vermietet, die in den ehemaligen Hallen der Druckmaschinenfertigung nun Rechenzentren einrichten wollen. Auch eine Art von digitaler Transformation...

Zwei namhafte der Unternehmen der Zulieferindustrie feiern dieser Tage runde Geburtstage. Die Chromos AG in der Schweiz wurde 80 Jahre und Durst zelebrierte mit einem Next-Festival in Brixen seinen 90. Geburtstag. Es sind Familienunternehmen, die sich in den letzten Jahrzehnten hervorragend entwickelt haben und dafür gratulieren wir auf das Herzlichste.

In diesem Sinne, alles Gute, genießen sie den Sommer und bleiben sie uns gewogen

Ihr

Michael Seidl

m.seidl@europeanmediagroup.at

Kommentar

Flaschenpost - Von Gmunden nach Melk

Es war ein langer, gemächlicher Weg entlang der Traun. Noch dampfte der Morgen, als das Wasser träge seine letzte Schleife Richtung Donau zog. Der Flaschenpostler hat sein Floß diesmal nicht in den Neusiedlersee gesetzt, sondern ließ sich treiben – hinunter, vorbei an Gmunden, wo man einst stolz auf Maschinenlärm und Druckerschwärze war.

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