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Heidelberg mit solidem Start ins Geschäftsjahr 2026/2027

Veröffentlicht am: 20.08.2026

Mit einer Reihe strategischer Initiativen stellt Heidelberg die Weichen auf künftiges Wachstum: Neben der Expansion im Kerngeschäft durch die Übernahmen des manroland sheetfed Lifecycle-Geschäfts und der Produktion von Polar setzt das Unternehmen auf neue Marktchancen bei Energiespeichern und Verteidigung.

 

Mit der Integration des Lifecycle-Geschäfts und der globalen Vertriebs- und Servicegesellschaften der manroland sheetfed Gruppe sowie der vollständigen Übernahme von Polar Weiterarbeitungssystemen hat das Unternehmen seine strategische Position als Systemintegrator im Kerngeschäft weiter ausgebaut. Im Rahmen der Transaktion von manroland sheetfed hat sich Heidelberg auch die IP für die Roland 900 / Cartonmaster im Bogenoffset-Großformat gesichert. Die erste Maschine wurde nach Kroatien und man prüft derzeit die Optionen zur weiteren Produktion sowie Weiterentwicklung dieses Systems an einem Low-Cost-Standort.

Live-Hub zur Demonstration integrierter Drohnenabwehr eröffnet
Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Berlin hat Onberg jüngst eine Absichtserklärung für die Gründung eines weiteren Joint-Ventures mit dem ukrainischen Drohnenentwickler Skyeton unterzeichnet. Skyeton hat Hightech-Überwachungsdrohnen im Portfolio, die im realen Gefecht erprobt sind. In Kombination mit dem UGV von Heidelberg entsteht ein autonomer Wirkverbund. Diese unbemannten Luft-Boden-Systeme gelten zunehmend als künftige Lösung für den Verteidigungsfall, die aktuell in der Ukraine in schnellen Innovationszyklen entwickelt werden. Am Standort Brandenburg hat Onberg im Juli einen Live-Hub für die integrierte Drohnenabwehr in Betrieb genommen. Hier erleben Entscheider aus Behörden, Betreibern kritischer Infrastruktur, Streitkräften und Industrie, wie integrierter Schutz vor feindlichen Drohnen konkret funktioniert.
Zudem eröffnet der Einstieg von HD Advanced Technologies in die Produktion von Natrium-Ionen-Batteriespeichern neue Potenziale. Zusammen mit dem Schweizer Unternehmen Phenogy wurde eine Zusammenarbeit für eine Technologie- und Industrieplattform in diesem Bereich gestartet. HD Advanced Technologies übernimmt im ersten Schritt die industrielle Fertigung kompletter Energiespeichersysteme für Phenogy. Von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Rollout, Installation, Service und Wartung. Ferner schaffen beide Unternehmen die Voraussetzungen für ein Joint-Venture zur Entwicklung und industriellen Fertigung von Natrium-Ionen-Batteriezellen. Basis dazu bildet die Zellchemie von Phenogy und ein spezifisches Druckverfahren von Heidelberg. „Unsere Investitionen anhand der strategischen Agenda prägen das laufende Geschäftsjahr von Heidelberg. Wir wollen die Marktposition des Unternehmens weiter stärken und neue Potenziale erschließen. Damit legen wir die Basis für profitables Wachstum und nachhaltige Wertsteigerung in den kommenden Jahren“, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Otto.

Auf in das neue Geschäftsjahr
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/2027 (1. April bis 30. Juni 2027) war geprägt von unvermindert herausfordernden Rahmenbedingungen. Der Auftragseingang lag mit 537 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresquartal und legte somit eine solide Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Im ersten Quartal machte sich im Auftragseingang insbesondere das Auslaufen eines staatlich geförderten Investitionsprogramms in Italien mit einem Rückgang von über 60 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal massiv bemerkbar. Dies konnte nur zu Teilen von den positiven Entwicklungen in China und Asien kompensiert werden. Der Umsatz betrug 404 Millionen Euro und lag damit wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Deutlichen Umsatzsteigerungen in China, Großbritannien und Brasilien standen Rückgänge insbesondere in der Region EMEA gegenüber. Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge erreichte im ersten Quartal 2026/2027 0,2 Prozent (Vorjahresquartal: 4,4 Prozent) und war primär geprägt durch das geringere Umsatzvolumen. Saisonal üblich lag der Free Cashflow nach den ersten drei Monaten bei minus 77 Millionen Euro im negativen Bereich. Das Ergebnis nach Steuern betrug im ersten Quartal minus 32 Millionen Euro.
In den Segmenten lagen Auftragseingang und Umsatz bei Heidelberg Technology nach drei Monaten über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das bereinigte EBITDA blieb mit minus vier Millionen Euro konstant. Im Segment Print & Packaging Equipment waren Auftragseingang und Umsatz insbesondere in Folge einer zu Teilen erwarteten Abschwächung in der Region EMEA rückläufig. Im Segment Digital Solutions & Lifecycle stieg der Auftragseingang nach drei Monaten um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal an. Beim Umsatz lag das Segment auf Vorjahresniveau. „Im Kerngeschäft investieren wir gezielt in Wachstumsmärkte und stärken damit auch unser Service-, Verbrauchsmaterial- und Ersatzteilgeschäft“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb. „Dabei können wir den Anteil wiederkehrender Umsätze erhöhen und das eher konjunkturabhängige Neumaschinengeschäft besser ausbalancieren.“

Prognose für Geschäftsjahr 2026/2027 bestätigt
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 wird bestätigt. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026/2027 einen stabilen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau sowie eine spürbare Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahr. Dabei wird angenommen, dass sich die für die Geschäftstätigkeit relevanten Wechselkurse nicht wesentlich verändern.