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Golden Pixel Award 2025 an der Graphischen

Veröffentlicht am: 04.02.2026

Am 15. Jänner 2026 war es wieder so weit. Die 23. Golden Pixel Awards wurden an der Graphischen unter dem Motto „Coming Home“ vergeben. Rund 200 Gäste – viele davon Absolventen der Graphischen und inzwischen Einreicher - ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, bei der Würdigung der besten Projekte dabei zu sein. 

 

Was manche nicht für möglich gehalten hatten, wurde am 15. Jänner 2026 Realität. Die Verleihung der Golden Pixel Awards 2025 im Festsaal der Graphischen gestaltete sich zu einem Branchentreffen par excellence. Das Motto „Coming Home“ traf den Punkt und viele genossen den Abend in Ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte. Auch wenn der ehemalige Schüler Joesi Prokopetz jüngst in einem Interview meinte, dass die Graphische quasi das „Gut Aiderbichl für gestrandete Maturanten sei“, so zeigen unzählige Karrieren von Absolventen, dass die Graphische doch nicht so schlecht ist, wie in diesem Interview mit Hanno Settele negativ formuliert wurde. Settele hatte wohl nicht daran gedacht Prokopetz zu fragen, warum er eigentlich auf der Graphischen gewesen sei… und übrigens nicht abschließen durfte beziehungsweise nicht konnte.

Wieder eine hohe Einreichqualität
Auch diesmal war die Qualität der Einreichungen sehr hoch. Toll, wie wunderbare Projekte von Druckereien gemeinsam mit ihren Auftraggebern umgesetzt werden. Am 20. und 21. Oktober 2025 kam die Jury zusammen, um in 16 Kategorien die Bewertungen für 123 Projekte abzugeben. In einigen Kategorien war die Qualität sehr hoch und es gestaltete sich ein Kopf an Kopf Rennen. Juryvorsitzender Dr. Werner Sobotka fasst zusammen: „Wieder hat die österreichische Druckindustrie eindrucksvoll gezeigt, was sie kann. Vor allem bei Magazinen, Buch & Bildbänden, Akzidenzen, Etiketten und Cross Media sahen wir Projekte, die im wahrsten Sinne des Wortes Print beleben.“ Die Jury bestand in diesem Jahr aus Kurt Kölli, Direktor der Graphischen; Michael Smetana, Geschäftsleitung HP Austria, Michael Bergmeister; Izabela Seidl-Kwiatkowska, PRINT & PUBLISHING Poland Chefredaktion; Michael Seidl, PRINT & PUBLISHING Chefredaktion; Bettina und Gerhard Jarosch, Agentur Confici; Alexander Gruber von Quarterpack, Miriam Mlczoch von In Love With Paper, Werner Sobotka und erstmals Manfred Ergott.
Bewertet wurden das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Idee, Qualität, Produkt oder Nachhaltigkeit beziehungsweise auch das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Auftraggeber, Agentur und der Druckerei, in seiner Gesamtheit. Daher ist dieser Award einmalig: Es wird nicht nur das Endprodukt ausgezeichnet, sondern ebenso der gesamte Projektgedanke hervorgehoben. Der Golden Pixel Award ist der Leistungsbeweis einer lebendigen österreichischen Druck- und Medienindustrie. Die Sieger setzen die Auszeichnung in der Kommunikation mit ihren Kunden ein und verstehen sie als Anerkennung ihrer hervorragenden Leistung. Der Golden Pixel Award ist die Bühne für die Performance der Branche, der Award versteht sich als Initiative, die den Stellenwert und die Wertigkeit von Print hervorhebt.
Moderiert wurde die Verleihung wieder durch PRINT & PUBLISHING Chefredakteur Michael Seidl, der sich freute, die begehrten Glasstatuen den glücklichen Gewinnern zu überreichen. „Es ist mir eine große Ehre in diesem Jahr die Veranstaltung an der Graphischen moderieren zu dürfen, hier war die Basis für meinen Weg in der Verlagsbranche. Jedes Jahr sind wir davon begeistert, dass wir die Besten der Branche auszeichnen dürfen. Freude zu erleben ist in herausfordernden Zeiten sehr wichtig. Auch die Druckindustrie hat aktuell ihre Aufgaben zu meistern.“ Alle nominierten Projekte sowie die Siegerprojekte werden wieder im Golden Pixel Dossier publiziert, dass der Februar-Ausgabe von PRINT & PUBLISHING beigelegt wird beziehungsweise wird online abrufbar sein.

Ferdinand Rüesch erhält Gutenberg Award
Mittlerweile wurde zum neunten Male der Gutenberg Award vom VFG verliehen, der verdiente Persönlichkeiten der Druckmedienindustrie auszeichnet. In diesem Jahr wurde Ferdinand Rüesch von Gallus für sein Lebenswerk und Engagement für die Entwicklung der Etiketten- und Verpackungsindustrie geehrt. Im März 2025 feierte Gallus sein 102-jähriges Bestehen. Damals übernahm der Großvater von Ferdinand Rüesch ein bankrottes Unternehmen mit nur 12 Mitarbeitern. Mit seinem Engagement für Präzision, Qualität und Kundenorientierung legte er den Grundstein für Gallus und prägte die DNA des Unternehmens. 1953 kaufte Ferdinands Vater das Unternehmen von seinem Vater – unter einer Bedingung: Er musste katholisch heiraten. Die Schwester seines Vaters fand rechtzeitig den richtigen Partner. Auf der Messe in Chicago in den 1950er Jahren trafen der Großvater und der Vater von Ferdinand den amerikanischen Unternehmer R. Stanton Avery und erkannten das enorme Potenzial des Marktes für selbstklebende Etiketten. Sie beschlossen, sich ausschließlich auf Druckmaschinen zu konzentrieren. Dies führte zu einer freundschaftlichen Beziehung zwischen Avery und Gallus, die zur Weiterentwicklung der Branche beitrug. Die folgenden Jahrzehnte brachten viele spannende Entwicklungen mit sich. Im Jahr 1990, nahmen Ferdinands Eltern ihn mit in das Büro seines Vaters. Sein Vater öffnete die Tür zu seinem leeren Büro, reichte Ferdinand den Schlüssel und sagte: „Jetzt bist du dran, mein Sohn.“ Ein Moment, den er nie vergessen hat – denn sein Vater gab ihm keine Gebrauchsanweisung für die Führung des Unternehmens mit. Danach schloss Ferdinand sein MBA-Studium an der Universität St. Gallen ab. Bald darauf begann er seine erste große Herausforderung als CEO. Ein entscheidender Wendepunkt in seinem Leben war 1991, als er Karin heiratete. Sie stand ihm stets zur Seite. 1992 kam die erste große Herausforderung als CEO. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter Lydia zog er unerwartet in die USA, zunächst für drei Monate, dann für ein Jahr, dann für zehn Jahre. Der Grund war ein Betrugsfall, in den ein Mitglied der US-Geschäftsleitung verwickelt war und der ein direktes Eingreifen erforderte. Dies wurde zu einer spannenden Geschäftserfahrung über ein Jahrzehnt hinweg.
Unterdessen florierte Gallus in St. Gallen weiter und entwickelte großartige Produkte wie die weltweit erste vollständig servogesteuerte Druckmaschine – damals eine Revolution, heute Standard – sowie bahnbrechende Drucksysteme wie die T180, R200 und R250, die den Etikettendruck revolutionierten. 1995 entwickelte man zusammen mit Benny Landa und Indigo die erste Hybridmaschine. Leider waren die Digitaldrucktechnologien zu dieser Zeit noch nicht zuverlässig genug. Heute setzt Gallus zusammen mit Heidelberg neue Maßstäbe in der Inkjet-Technologie in einer hybriden Umgebung. Gallus war nie nur ein Maschinenhersteller. Das Unternehmen war schon immer ein Innovationstreiber und hat den Etikettendruck immer wieder revolutioniert: mit dem von Gallus entwickelten Rotationssiebdrucksystem, dem weltberühmten Screeny. Oder mit dem patentierten Rotationsflachstanzen auf der R200 und R250, dass eine beispiellose Präzision ermöglichte. „Ohne die Menschen, die dahinterstehen, wären diese technischen Meilensteine jedoch nicht möglich gewesen. Was mich persönlich immer motiviert hat, war nicht nur die Perfektionierung von Maschinen. Es war die Herausforderung, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln – Lösungen, die wir mit einem hoch engagierten Team umgesetzt haben“, so Ferdinand Rüesch. Kundenbesuche waren für Ferdinand immer ein Highlight ... von jedem Kundenbesuch brachte er neue Ideen mit nach Hause. Und er ist nach wie vor ein Fan von Handschlagvereinbarungen und Vertrauen. Vergangenes Jahr hat Ferdinand beschlossen, in den Ruhestand zu gehen, ist aber weiterhin wichtiger Ankeraktionär der Heidelberger Druckmaschinen AG. „Nach der Übergabe der Auszeichnung, für die er sich stolz bedankte, meinte Ferdinand Rüesch, dass er sich auf der Graphischen sehr wohl fühle, umgeben von so vielen jungen Menschen.“

Golden Pixel Trophy an Schwarzach Packaging
Mit der Golden Pixel Trophy wurde inzwischen zum vierzehnten Mal ein Gesamtsieger aller Kategorie-Gewinner ermittelt. Es handelt sich dabei um einen Wanderpokal, der jährlich an den jeweils neuen Gesamtsieger weitergegeben wird. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr wieder an Schwarzach Packaging für das Projekt „Image Broschüre Schwarzach Packaging „think it, pack it.” Die Jury meinte dazu: „Ein Projekt, das zeigt, wie vielfältig Druck und Veredelung sein können. Das Unternehmen präsentiert sich damit seinen Kunden auf allerhöchster Ebene.“ Ergänzend zur Trophy erhielt die Druckerei Gerin mit der „Senefelder Auszeichnung“ eine besondere Anerkenntnis für deren Projekte Opernballplakat 2025 und die Tragetasche Buch-Energie.

Golden Pixel wieder mit tollen Partnern
Der Golden Pixel Award 2025 wurde wieder von einer Reihe namhafter Unternehmen unterstützt, die ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen und ihr Sponsoring als Signal an die Druck- und Medienindustrie verstehen. Darunter finden sich Unternehmen wie Arctic Paper, Berberich, Burgo, Bobst, Canon, Chromos Österreich, ECO 3, Fujifilm, GMG, Heidelberg Austria, HP Austria, Koenig & Bauer, Konica Minolta, Quarterpack, Rogler Software und Xerox. Als Eventpartner war Sappi wieder mit dabei.

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