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Die Redaktion der Zukunft – 14. European Newspaper CongressVeröffentlicht am: 24.04.2013
Beim 14. European Newspaper Congress vom 5. bis 7. Mai 2013 in Wien diskutieren rund 500 Chefredakteure und Medienmanager über die Zukunft ihrer Branche. Thema sind dabei nicht nur die zunehmende Migration großer Blätter ins Web, sondern auch die Entwicklungen der Redaktionen selbst. Zudem werden anhand zahlreicher Case Studies die auffälligsten Trends der letzten Jahre veranschaulicht.
Sonntagszeitung auf dem Tablet Während zuletzt vor allem Schweizer Zeitungen mit eigenen Sonntags-Zeitungen gestartet sind, schließt die „Salzburger Nachrichten“ mit einer eigenen App die bisherige Erscheinungslücke. Noch ist die App gratis, an einem Abo-Modell wird aber bereits gearbeitet. Maximilian Dasch und Thomas Hofbauer werden über ihre Pläne und Erfahrungen berichten und Auskunft darüber geben, wie die App die gedruckte Zeitung ergänzt und welche Bedeutung sie im digitalen Portfolio des Verlagshauses hat. Außerdem werden sie den Redaktions-Workflow vorstellen und über ihre Beobachtungen zur Nutzung der App sprechen. Welche Erfahrungen Medien mit ihren Tablet-Angeboten machen, werden auch die Macher von „Spiegel“, „SZ-Magazin“ und „Kronen Zeitung“ diskutieren. Deutlich scheint aus den Entwicklungen hervorzugehen, dass Zeitungen nicht umhin kommen auch ihr virtuelles Angebot zu überdenken. Norbert Küpper, Gründer und Veranstalter der European Newspaper Awards, wird die Reaktionen Europas führender Zeitungen analysieren. Er macht drei wesentliche Strategien aus: Geschichten werden vertieft und mit mehr Hintergrund präsentiert. Immer öfter wird eine ganze Seite einem einzelnen Thema gewidmet. Zudem werden Geschichten verstärkt in alternativen Storyformen erzählt, etwa indem sie in Punkten untergliedert oder in eine Zeitschiene gesetzt werden. Einhergehend ist dies zudem mit einer stärkeren Visualisierung. Kombinationen aus Foto, Infografik und Text werden über zwei bis acht Seiten geführt. Mikrokosmos Redaktion Diese Trends haben natürlich auch Einfluss auf die Redaktionen. Manager stehen unter Sparzwang, Journalisten unter Zeitdruck. Welche Rolle spielt der Kostenfaktor „Mensch“ in den Redaktionen und in der Berichterstattung? Eine Podiumsdiskussion mit Georg Bachler (Managementberater und ehemaliger Extrembergsteiger), Christine Brugger (Geschäftsführerin Radio Osttirol), Christian Lindner (Chefredakteur Rhein-Zeitung), geleitet von Elisabeth Wasserbauer (Geschäftsführerin der Österreichischen Medienakademie/Kuratorium für Journalistenausbildung), wird die Zukunftsfragen beleuchten, die den Mikrokosmos Redaktion betreffen. Die Diskutanten zeigen auf, wohin der Weg gehen kann, welche Mitarbeiter auf diesem Weg gebraucht werden, wie sie ausgebildet sein müssen und wie sie geführt werden sollten. Parallel zum European Newspaper Congress wird in diesem Jahr erstmals „journalism reloaded" stattfinden. Bei diesem internationalen Weiterbildungskongress werden Konzepte für die künftige Weiterbildung von Journalisten erarbeitet und vorgestellt. Veranstalter ist das Kuratorium für Journalistenausbildung. Info European Newspaper Congress 2013 05. - 7. Mai 2013 Rathaus Wien Preis: 540 Euro
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