Koenig & Bauer übertrifft EBIT-Prognose für 2021

Veröffentlicht am: 13.03.2022

Die Koenig & Bauer AG hat auf Grundlage von vorläufigen und noch nicht testierten Geschäftszahlen bekannt gegeben, beim vorläufigen Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2021 die eigene Prognose übertroffen zu haben.

Trotz der auch in 2021 anhaltenden pandemischen Situation sowie eines herausfordernden Beschaffungsumfeldes konnte mit dem beschleunigten Einsetzen der erwarteten Einspareffekte aus dem Effizienzprogramm P24x sowie der effizienteren Umsetzung der damit verbundenen Personalmaßnahmen ein EBIT von rund 29 Millionen Euro erreicht werden. Dazu hat insbesondere im vierten Quartal auch ein hoher Ergebnisbeitrag aus dem Segment Special geführt. Damit übertraf die EBIT-Marge mit rund 2,6 Prozent die eigene Prognose von 2,0 Prozent für das Jahr 2021. Das EBIT verbesserte sich im Jahresvergleich von minus 67,9 Millionen Euro um rund 96 Millionen Euro. Im Vorjahr waren Sondereffekte von saldiert minus 49 Millionen Euro und im Berichtszeitraum eine Anpassung der Restrukturierungsrückstellung für P24x von rund 23 Millionen Euro enthalten. Im Schlussquartal konnte ein Konzern-EBIT von rund 12 Millionen Euro erzielt werden und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahresvergleichsquartal.
Der teilweise explosionsartige Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise führte in 2021 zu höheren Materialkosten im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich, die durch die unterjährigen Preiserhöhungen nur zeitverzögert und auch nicht vollumfänglich aufgefangen werden konnten. Die Brutto-Einsparungen aus dem Effizienzprogramm P24x lagen bereits nach neun Monaten bei rund 31 Millionen Euro und erreichten zum Jahresende 2021 rund 46 Millionen Euro. Zielsetzung des Ende September 2020 vorgestellten Programms ist, bis 2024 steigende jährliche Kosteneinspareffekte in einer Größenordnung von über 100 Millionen Euro zu erreichen, für 2021 waren Brutto-Einsparungen von größer 30 Prozent eingeplant. „Damit haben wir gezeigt, dass wir bei unserem Effizienzprogramm trotz der anhaltenden pandemischen Lage sowie eines herausfordernden Beschaffungsumfeldes gut vorangekommen sind. Es ist unser Weg zu einer mittelfristigen Rückkehr zum geplanten Konzernwachstum. Dabei fokussieren wir uns auf den Bereich Verpackungen und eine Portfoliostrategie in attraktiven Märkten, auf Synergien in der Produktion und die Weiterentwicklung unseres Servicegeschäfts zur Verbesserung der Total Cost of Ownership unserer Kunden“, so Dr. Andreas Pleßke, Sprecher des Vorstands der Koenig & Bauer AG.

Mittelfristige Ziele bestätigt

Koenig & Bauer bestätigt die Mittelfristziele von 1,3 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von mindestens sieben Prozent, sowie die Reduzierung des Net Working Capitals auf einen Wert von maximal 25 Prozent des Jahresumsatzes, die nach Abschluss des Effizienzprogramms P24x erreicht sein sollen. Pleßke ergänzt: „Dazu wird auch unsere im Dezember 2021 verabschiedete Strategie Exceeding Print – die, wie der Name schon sagt über den „Druckvorgang“ hinausgeht – beitragen. Wir fokussieren uns dabei ganz bewusst auf die drei strategischen Handlungsfelder um dadurch noch nachhaltiger, digitaler und modularer zu werden.“ Das Unternehmen plant die Prognose für das Jahr 2022 mit dem geprüften Jahresabschluss und dem Geschäftsbericht für 2021 spätestens am 30. März 2022 auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine-Krise und der damit verbundenen hohen Unsicherheiten und Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft zu veröffentlichen.

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