Xerox zieht Angebot für HP zurück

Veröffentlicht am: 01.04.2020

Wie US-Medien berichten, hat Xerox am Dienstag sein Übernahmeangebot in der Höhe von 35 Milliarden US-Dollar für HP Inc. zurückgezogen. Der Grund: das Coronavirus hat die Aktivitäten zur Übernahme zu sehr belastet.

Die Entscheidung von Xerox kam, nachdem Anfang dieses Monats bekannt gegeben wurde, dass Treffen mit HP Aktionären verschoben werden sollen, um sich auf die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu konzentrieren.
Dies ist ein Sieg für HP CEO Enrique Lores, der sich einem Übernahmekampf gegenübersah, als er im November die Leitung des Unternehmens übernahm. Zugleich ist es eine Niederlage für Xerox CEO John Visentin, einen ehemaligen Hewlett-Packard und IBM Corp. Executive mit Verbindungen zur Private Equity-Branche, seit 2018 CEO von Xerox. Sauer auf das Coronavirus wird nun auch der Milliardär Carl Icahn sein, der große Anteile an beiden Unternehmen besitzt und auf deren Fusion gedrängt hat.
„Obwohl es enttäuschend ist diesen Schritt zu tun, priorisieren wir die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter, Kunden, Partner und anderer Interessengruppen sowie unsere breitere Reaktion auf die Pandemie vor allen anderen Überlegungen“, meinte man bei Xerox in einer Aussendung. Ein Aufatmen hingegen bei HP. „Wir möchte unseren Aktionären, Partnern, Kunden und Mitarbeitern für ihren Beitrag und die Unterstützung durch diesen Prozess danken“, so das offizielle Statement.
Der durch den weltweiten Ausbruch des Coronavirus ausgelöste Marktverlauf hat viele Unternehmen dazu veranlasst, bei Fusionen und Übernahmen die Pause-Taste zu drücken.
Sowohl Xerox als auch HP verzeichnen bei ihrem Geschäft aufgrund der Krise Rückgänge. Die HP Aktie hat sich als widerstandsfähiger erwiesen. Xerox Aktien haben in den letzten fünf Wochen mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren, während HP Aktien um etwa ein Viertel gefallen sind.

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