Heidelberg: Margenziel für 2020/21 angehoben

Veröffentlicht am: 16.02.2021

Aufgrund der zunehmend spürbaren Erfolge der Unternehmenstransformation sowie der anziehenden Nachfrage hebt Heidelberg ihr operatives Renditeziel für das Gesamtjahr 2020/21 an.

So erwartet das Unternehmen, dass die EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis auf rund sieben Prozent ansteigen wird. Und dies, obwohl die Corona-Pandemie im Gesamtjahr zu Umsatzeinbußen von rund 450 bis 500 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr führen dürfte. Bislang war man von einer mindestens auf dem Vorjahresniveau von 4,3 Prozent liegenden EBITDA-Marge ausgegangen. Hoffnung macht für die kommenden Monate auch die Tatsache, dass das Druckvolumen der Heidelberg-Kunden fast wieder den Vorjahreswert erreicht hat und das Verpackungsdruckvolumen sogar über Vorjahr liegt.
„Die erfolgreiche Umsetzung der angestoßenen Transformationsmaßnahmen hat es Heidelberg ermöglicht, trotz der massiven Covid-19-bedingten Belastungen ein deutlich positives operatives Ergebnis zu erzielen. Wir haben finanziell und bilanziell unsere Hausaufgaben gemacht. Nun zeigen sich Erholungstendenzen auf den für uns wichtigen Märkten in China und Europa. Zudem stimmen uns das wachsende Interesse am Vertragsgeschäft und die hohe Nachfrage nach unseren Ladestationen für die Elektromobilität optimistisch für die Zukunft“, kommentiert Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, die Entwicklung.

Auch im 3. Quartal konnte die Vielzahl von Maßnahmen des im März vergangenen Jahres gestarteten Transformationsprogramms die Ergebnisbelastung aus einem Covid-19-bedingten signifikanten Umsatzrückgang überkompensieren. So lag nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 (1. April bis 31. Dezember 2020) das operative Ergebnis inklusive der Effekte aus den umgesetzten Maßnahmen über dem Vorjahreszeitraum. Zudem konnte im Berichtszeitraum ein leicht positives Nachsteuerergebnis erzielt und die Nettofinanzverschuldung deutlich reduziert werden.
Auch wenn das Marktumfeld nach wie vor herausfordernd bleibt, zeigten sich im dritten Geschäftsquartal weitere Erholungstendenzen. Nachdem bereits zuvor der chinesische Markt annähernd das Vorkrisenniveau erreicht hatte, näherte sich auch Europa wieder dem gewohnten Niveau an. Der Umsatz blieb nach neun Monaten 2020/21 (1. April 2020 bis 31. Dezember 2020) mit 1.289 Millionen Euro noch rund 24 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Der Auftragseingang lag mit 1.421 Millionen Euro zwar um 25 Prozent unter Vorjahr. Im 3. Quartal reduzierte sich das Minus jedoch auf nur noch zwölf Prozent, im Monat Dezember lag der Auftragseingang sogar erstmals wieder in diesem Geschäftsjahr über dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand stieg um 55 Millionen Euro gegenüber dem Vorquartal auf 682 Millionen Euro an.

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