Heidelberg übernimmt MBO-Gruppe

Veröffentlicht am: 03.10.2018

Mit der Übernahme der MBO-Gruppe erhält Heidelberg Zugang zu neuen Kunden in der Pharmaindustrie und erweitert mit Angeboten zu Mailingsystemen das Portfolio im Offsetbereich.

Heidelberg will mit der Übernahme der weltweit tätigen MBO-Gruppe ihr Angebot im Wachstumsmarkt der Weiterverarbeitung digital gedruckter Produkte weiter ausbauen. Zudem erwirbt das Unternehmen Zugang zu neuen Kunden in der Pharmaindustrie und erweitert mit Angeboten zu Mailingsystemen das Portfolio im Offsetbereich.
Damit möchte das Unternehmen seine strategische Ausrichtung, das Portfolio und neue Geschäftsmodelle auf die Wachstumssegmente Digital und Verpackung auszurichten. Zudem will man mit dem erweiterten Angebot neue Kundengruppen für das gesamte Produktportfolio erschließen.
„Die geplante Übernahme der MBO-Gruppe ermöglicht uns, mit neuen Technologien und Kundensegmenten weiter nachhaltig und profitabel zu wachsen“, sagte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Durch den Erwerb des digitalen Angebots von MBO schließen wir eine Lücke für unsere Kunden für einen reibungslosen industriellen Prozess in der digitalen Zukunft. Zudem erwarten wir Synergien in unserer Wertschöpfungskette, die auch den Kunden spürbare Vorteile bringen werden.“
Die erworbenen Aktivitäten haben ein Umsatzvolumen von rund 50 Millionen Euro. Die Akquisition beinhaltet unter anderem die Übernahme der Standorte Oppenweiler und Bielefeld, Deutschland, und des Produktionsstandorts in Perifita, Portugal, mit insgesamt etwa 450 Mitarbeitern. Neben den deutschen Standorten bietet insbesondere der Standort in Portugal mit seinen effizienten Strukturen interessante Optionen für den gesamten Heidelberg-Konzern. „In einer effizienten Weiterverarbeitung liegt noch enormes Potenzial für die Produktivitätssteigerung des gesamten Druckbetriebs“, so Stephan Plenz, Vorstand Digital Technology. „Der Erwerb ist ein weiterer Schritt, um unseren Kunden ein wertschaffendes Gesamtangebot von der Technologie, über die Verbrauchsmaterialien bis hin zum Service anbieten zu können.“

Marke MBO soll erhalten bleiben
Der Name MBO ist im Markt etabliert und ergänzt mit den vorhandenen Technologien das Produktspektrum von Heidelberg. Zudem erlaubt der gemeinsame weitere Ausbau des Angebots die Optimierung des Portfolios und der Lieferantenkette. Die Nutzung des Händler- und Servicenetzes von MBO führt ebenfalls zu wechselseitigen Chancen. Insgesamt soll durch den Erwerb eine bessere Basis geschaffen werden, um gemeinsame Potenziale für zukunftsfähige und marktgerechte Entwicklungen zu heben. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden soll die Übernahme voraussichtlich bis Ende 2018 vollzogen werden.

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Kommentar

No risk – no fun

Es tut sich einiges in der Druck- und Verpackungs- industrie in Österreich in Bezug auf neue Investitionen und Vor- reiterdenken. So gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe interessanter Installationen, die durchwegs zeigen, dass nicht mehr ausschließlich in Maschinen, sondern in Prozesse und Konzepte investiert wird.

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