Auftragsbestand bei Heidelberg steigt

Veröffentlicht am: 13.08.2018

Heidelberg ist mit Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis in das Geschäftsjahr 2018/2019 gestartet, dies aufgrund der Nachfrage nach dem Subskriptionsmodell und dem Start der Serienfertigung der Digitaldruckmaschine Primefire. So verbesserte sich der Auftragseingang im 1. Quartal (1. April bis 30. Juni) um sechs Prozent auf 665 Millionen Euro. Der Auftragsbestand wuchs auch aufgrund von Subskriptionsverträgen insbesondere im Lebenszyklusgeschäft, d.h. Serviceleistungen und Verbrauchsmaterialien, um 18 Prozent auf 714 Millionen Euro.
Zudem wurden im 1. Quartal bereits die ersten Erlöse aus den abgeschlossenen Subskriptionsverträgen erzielt, die während der Laufzeit von in der Regel fünf Jahren wiederkehrende Umsätze generieren. Die Nachfrage nach dem neuen Subskriptionsmodell hält unvermindert an und hat im Berichtsquartal zu weiteren Abschlüssen geführt. Zudem befinden sich zahlreiche Verträge derzeit in der Anbahnung. Aufgrund des großen Interesses internationaler Kunden für das in der Branche einzigartige Pay-per-use-Modell von Heidelberg wird die Zielvorgabe von gut 30 Verträgen im laufenden Geschäftsjahr als sehr realistisch angesehen. Dies entspräche einem Umsatzpotenzial von rund 150 Millionen Euro über die Vertragslaufzeit. Bis zum Jahr 2022 werden mindestens 250 Verträge angestrebt. Aber auch im traditionellen Geschäft wuchs Heidelberg im Jahresauftaktquartal und konnte trotz Währungsbelastungen insgesamt ein Umsatzplus von neun Prozent auf 541 Millionen Euro erzielen.
Das EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis konnte mit 20 Millionen Euro gesteigert werden. Wie avisiert arbeitet das Unternehmen weiter an einer Senkung der Finanzierungskosten auf mittelfristig weniger als 20 Millionen. In diesem Zusammenhang erfolgte Mitte Juli eine Teilrückzahlung von 55 Millionen Euro der bestehenden Unternehmensanleihe. Aufgrund der damit zu berücksichtigenden einmaligen Transaktions- und Vorfälligkeitsgebühren verschlechterte sich das Finanzergebnis im Berichtsquartal von minus 13 Millionen Euro auf minus 16 Millionen Euro; es wird jedoch künftig durch geringere Zinszahlungen spürbar entlastet werden. Vor dem Hintergrund des guten Jahresauftakts bestätigt Heidelberg die Gesamtjahresziele für 2018/2019. So wird weiter mit einem moderaten Umsatzzuwachs gerechnet. Hierdurch und dank fortgesetzter Effizienzsteigerungen soll die EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis trotz höherer Tarifabschlüsse in einer Bandbreite von 7 bis 7,5 Prozent liegen.

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